Der römische Hauptmann Kornelius

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In Cäsarea lebte damals ein römischer Hauptmann, der Kornelius hieß und das Italienische Regiment führte.
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Er war ein Mann, der Gott ehrte und sich mit allen, die in seinem Haus lebten, zu ihm bekannte.
Er tat viel für die Armen und betete regelmäßig zu Gott.
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Dieser Mann hatte gegen drei Uhr nachmittags eine Vision.
Er sah deutlich, wie ein Engel Gottes bei ihm eintrat.
»Kornelius!«, rief der Engel.
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Erschrocken sah Kornelius auf und fragte: »Was willst du, Herr?« Da antwortete ihm der Engel: »Gott hat deine Gebete gehört und kennt deine guten Taten.
5-6
Deshalb schick ein paar Leute nach Joppe.
Sie sollen sich dort nach einem Simon Petrus erkundigen, der am Meer im Haus des Gerbers Simon wohnt.
Dieser Simon Petrus soll zu dir kommen
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Gleich nachdem der Engel gegangen war, rief Kornelius zwei seiner Diener zu sich, außerdem einen Soldaten, der wie Kornelius dem jüdischen Glauben nahe stand und zu seinem persönlichen Schutz eingesetzt war.
8
Ihnen berichtete er alles und sandte sie nach Joppe.


Petrus hat eine Vision

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Als sich die Boten am folgenden Tag schon der Stadt Joppe näherten, stieg Petrus auf das flache Dach des Hauses, um dort ungestört zu beten.
Es war gerade um die Mittagszeit,
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und Petrus hatte Hunger.
Während man sein Essen zubereitete, hatte er eine Vision:
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Petrus sah etwas vom Himmel herabkommen.
Es sah aus wie ein großes Leinentuch, das — an seinen vier Ecken zusammengehalten — auf die Erde heruntergelassen wurde.
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In dem Tuch waren alle möglichen Arten von vierfüßigen Tieren und Kriechtieren, aber auch von Vögeln.
Alle diese Tiere sind für Juden »unrein« und dürfen deshalb nicht gegessen werden.
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Dann hörte Petrus eine Stimme, die ihn aufforderte: »Petrus, steh auf, schlachte diese Tiere und iss davon
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»Niemals, Herr!«, entgegnete Petrus.
»Noch nie in meinem Leben habe ich etwas Unreines oder Verbotenes gegessen
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Da rief die Stimme zum zweiten Mal: »Wenn Gott etwas für rein erklärt, dann nenne du es nicht unrein
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Das geschah dreimal.
Dann wurde das Tuch wieder in den Himmel gehoben.
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Petrus verstand nicht, was diese Erscheinung bedeuten sollte.
Aber während er noch überlegte, klopften die Boten des Kornelius an die Haustür.
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»Wohnt hier ein Mann, der Simon Petrus heißt?«, erkundigten sie sich.
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Petrus dachte noch immer über die Vision nach, als der Heilige Geist zu ihm sprach: »Es sind drei Männer zu dir gekommen.
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Geh hinunter und reise mit ihnen.
Du brauchst keine Bedenken zu haben, denn ich habe sie gesandt
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Petrus ging hinunter.
»Ich bin der, den ihr sucht«, sagte er.
»Warum seid ihr hierher gekommen
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Sie erwiderten: »Der Hauptmann Kornelius schickt uns.
Er ist ein guter Mann, der Gott ehrt und von allen Juden hoch geachtet wird.
Durch einen heiligen Engel erhielt er von Gott den Auftrag, dich in sein Haus einzuladen und darauf zu hören, was du ihm zu sagen hast
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Petrus ließ die Männer in das Haus eintreten, und sie übernachteten dort.
Bereits am nächsten Tag aber ging er mit ihnen nach Cäsarea, wobei ihn einige aus der Gemeinde von Joppe begleiteten.
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Als sie am folgenden Tag dort ankamen, wurden sie schon von Kornelius erwartet.
Alle seine Verwandten und Freunde waren bei ihm.
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Noch bevor Petrus das Haus betreten hatte, kam ihm Kornelius entgegen und fiel ehrerbietig vor ihm auf die Knie.
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Doch Petrus wehrte ab: »Steh auf, ich bin auch nur ein Mensch!«, und half ihm wieder auf.
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Während sie noch miteinander redeten, betraten sie das Haus.
Petrus sah die vielen Menschen, die auf ihn warteten.
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»Ihr wisst ebenso wie ich«, begann er, »dass es einem Juden streng verboten ist, in das Haus eines Nichtjuden zu gehen oder sich auch nur mit ihm zu treffen.
Aber Gott hat mir gezeigt: Ich darf keinen Menschen für unrein halten und ihm darum die Gemeinschaft verweigern.
29
Deshalb bin ich auch gleich zu euch gekommen, als ihr mich gerufen habt.
Aber was wollt ihr nun von mir?«
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Kornelius antwortete: »Vor vier Tagen betete ich nachmittags in meinem Haus.
Es war drei Uhr, ungefähr dieselbe Zeit wie heute.
Da stand plötzlich ein Mann in einem leuchtenden Gewand vor mir
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und sagte: ›Kornelius, Gott hat deine Gebete gehört.
Er weiß, wie oft du den Armen geholfen hast.
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Deshalb beauftragt er dich, Leute nach Joppe zu schicken, die Simon Petrus zu dir bringen sollen.
Er wohnt am Meer im Haus des Gerbers Simon.‹
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Ich habe meine Boten sofort zu dir geschickt, und ich freue mich, dass du gekommen bist.
Nun sind wir alle hier in Gottes Gegenwart versammelt und wollen hören, was du uns im Auftrag des Herrn zu sagen hast


Gott liebt jeden Menschen

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Da begann Petrus zu sprechen: »Jetzt erst habe ich richtig verstanden, dass Gott niemanden wegen seiner Herkunft bevorzugt oder benachteiligt.
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Alle Menschen sind ihm willkommen, ganz gleich, aus welchem Volk sie stammen, wenn sie nur Ehrfurcht vor ihm haben und so leben, wie es ihm gefällt.
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Ihr kennt die Friedensbotschaft Gottes, die er dem Volk Israel durch Jesus Christus mitgeteilt hat, und er ist ja der Herr über alle.
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Ihr wisst auch, was in Judäa geschehen ist, nachdem Johannes der Täufer die Menschen in Galiläa dazu aufgerufen hatte, zu Gott umzukehren und sich taufen zu lassen.
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Jesus aus Nazareth ist von Ort zu Ort gezogen.
Er hat überall Gutes getan und alle befreit, die der Teufel gefangen hielt, denn Gott selbst hatte ihm seine Macht und den Heiligen Geist gegeben.
Gott stand ihm bei.
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Wir Apostel sind Augenzeugen für alles, was er in Israel und in Jerusalem unter den Juden getan hat.
Diesen Jesus haben sie an das Kreuz genagelt und getötet.
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Aber schon drei Tage später hat Gott ihn wieder zum Leben erweckt.
Danach ist er als Auferstandener erschienen,
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zwar nicht dem ganzen Volk, aber uns, seinen Jüngern, die Gott als Zeugen bestimmt hatte.
Ja, wir haben nach seiner Auferstehung sogar mit ihm gegessen und getrunken.
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Jesus gab uns den Auftrag, allen Menschen zu sagen und zu bezeugen, dass Gott ihn als Richter über die Lebenden und die Toten eingesetzt hat.
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Schon die Propheten haben in ihren Schriften vorausgesagt, dass durch Jesus allen Menschen die Sünden vergeben werden, wenn sie an ihn glauben


Menschen aus anderen Völkern werden in die Gemeinde aufgenommen

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Petrus hatte seine Rede noch nicht beendet, da wurden alle, die zuhörten, mit dem Heiligen Geist erfüllt.
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Die Juden aus der Gemeinde in Joppe, die mit Petrus gekommen waren, konnten es kaum fassen, dass Gott auch Nichtjuden den Heiligen Geist schenkte.
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Denn sie hörten, wie die Menschen in fremden Sprachen redeten und Gott lobten.
Petrus aber sagte:
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»Wer könnte ihnen jetzt noch die Taufe verweigern, wo sie genau wie wir den Heiligen Geist empfangen haben
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Und er ließ alle auf den Namen Jesu Christi taufen.
Danach baten sie Petrus, er möge noch einige Tage bei ihnen bleiben.