Jesus wird an die Römer ausgeliefert

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Am frühen Morgen schlossen die Hohenpriester, die führenden Männer des Volkes, die Schriftgelehrten und der ganze Hohe Rat ihre Beratungen ab und trafen ihre Entscheidung.
Jesus wurde gefesselt zu Pilatus, dem römischen Statthalter, gebracht.
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Pilatus fragte ihn: »Bist du der König der Juden?« »Ja, du sagst es«, antwortete Jesus.
3
Die Hohenpriester brachten noch andere schwere Anklagen gegen ihn vor.
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»Antworte doch!«, forderte ihn Pilatus auf.
»Hörst du denn nicht, wie schwer sie dich beschuldigen
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Aber Jesus sagte kein Wort.
Darüber wunderte sich Pilatus sehr.


Das Todesurteil

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Jedes Jahr zum Passahfest begnadigte Pilatus einen Gefangenen, den das Volk selbst auswählen durfte.
7
Zu dieser Zeit saß ein Mann namens Barabbas im Gefängnis.
Er war zusammen mit den Anführern eines Aufstandes festgenommen worden, die einen Mord begangen hatten.
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Vor dem Palast des Pilatus forderte jetzt eine große Menschenmenge die Freilassung eines Gefangenen.
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Pilatus rief ihnen zu: »Soll ich euch den ›König der Judenfreigeben
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Denn er wusste genau, dass die Hohenpriester das Verfahren gegen Jesus nur aus Neid angezettelt hatten.
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Aber die Hohenpriester hetzten das Volk auf, die Freilassung des Barabbas zu verlangen.
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Pilatus fragte zurück: »Und was soll mit dem Mann geschehen, den ihr euren König nennt
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Da brüllten sie alle: »Ans Kreuz mit ihm!«
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»Was für ein Verbrechen hat er denn begangen?«, fragte Pilatus.
Doch ununterbrochen schrie die Menge: »Ans Kreuz mit ihm!«
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Weil Pilatus die aufgebrachte Volksmenge zufrieden stellen wollte, gab er Barabbas frei.
Jesus aber ließ er auspeitschen und zur Kreuzigung abführen.


Jesus wird verhöhnt und misshandelt

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Die Soldaten brachten Jesus in den Hof des Statthalterpalastes und riefen die ganze Truppe zusammen.
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Sie zogen ihm einen purpurroten Mantel an, flochten eine Krone aus Dornenzweigen und drückten sie ihm auf den Kopf.
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Dann grüßten sie ihn voller Hohn: »Es lebe der König der Juden
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Mit einem Stock schlugen sie Jesus auf den Kopf, spuckten ihn an und knieten vor ihm nieder, um ihn wie einen König zu ehren.
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Nachdem sie ihn so verspottet hatten, zogen sie ihm den roten Mantel wieder aus und gaben ihm seine eigenen Kleider zurück.
Dann führten sie Jesus ab zur Kreuzigung.


Die Kreuzigung

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Unterwegs begegnete ihnen Simon aus Kyrene, der Vater von Alexander und Rufus.
Simon kam gerade von seinem Feld zurück.
Die Soldaten zwangen ihn, das Kreuz zu tragen, an das Jesus gehängt werden sollte.
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Sie brachten Jesus nach Golgatha;
das bedeutet »Schädelstätte«.
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Dort wollten die Soldaten ihm Wein mit Myrrhe zur Betäubung geben.
Aber Jesus wollte nichts davon trinken.
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Dann nagelten sie ihn an das Kreuz.
Seine Kleider verlosten sie unter sich.
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Es war neun Uhr morgens, als sie ihn kreuzigten.
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Über ihm wurde ein Schild angebracht, auf dem man lesen konnte, weshalb er verurteilt worden war.
Darauf stand: »Der König der Juden
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Mit Jesus wurden zwei Verbrecher gekreuzigt, einer rechts, der andere links von ihm.
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Die Leute, die am Kreuz vorübergingen, beschimpften ihn und schüttelten spöttisch den Kopf: »So! Den Tempel wolltest du zerstören und in drei Tagen wieder aufbauen?
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Dann rette dich doch selber, und komm vom Kreuz herunter
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Auch die Hohenpriester und Schriftgelehrten verhöhnten Jesus: »Anderen hat er geholfen, aber sich selbst kann er nicht helfen!
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Dieser Christus, dieser König von Israel, soll er doch vom Kreuz heruntersteigen! Dann wollen wir an ihn glaubenEbenso beschimpften ihn die beiden Männer, die mit ihm gekreuzigt worden waren.


Jesus stirbt am Kreuz

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Am Mittag wurde es plötzlich im ganzen Land dunkel.
Diese Finsternis dauerte drei Stunden.
34
Gegen drei Uhr rief Jesus laut: »EloV, EloV, lema sabachtani?« Das heißt: »Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen
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Einige von den Umstehenden aber meinten: »Er ruft den Propheten Elia
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Einer von ihnen tauchte schnell einen Schwamm in Essig und steckte ihn auf einen Stab, um Jesus davon trinken zu lassen.
»Wir wollen doch sehen, ob Elia kommt und ihn herunterholt!«, sagte er.
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Aber Jesus schrie laut auf und starb.
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Im selben Augenblick zerriss im Tempel der Vorhang vor dem Allerheiligsten von oben bis unten.
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Der römische Hauptmann, der neben dem Kreuz stand und mit angesehen hatte, wie Jesus starb, rief: »Dieser Mann ist wirklich Gottes Sohn gewesen
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Einige Frauen hatten das Geschehen aus der Ferne beobachtet.
Unter ihnen waren Maria aus Magdala und Maria, die Mutter von Jakobus dem Jüngeren und von Joses, sowie Salome.
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Sie waren schon in Galiläa bei Jesus gewesen und hatten für ihn gesorgt.
Zusammen mit vielen anderen waren sie mit Jesus nach Jerusalem gekommen.


Jesus wird begraben

42-43
Am Abend ging Josef aus Arimathäa, ein geachtetes Mitglied des Hohen Rates, zu Pilatus.
Josef wartete auf das Kommen der neuen Welt Gottes.
Weil am nächsten Tag Sabbat war, entschloss er sich, Pilatus schon jetzt um den Leichnam Jesu zu bitten.
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Pilatus wollte nicht glauben, dass Jesus schon gestorben war.
Darum rief er den Hauptmann und erkundigte sich: »Lebt Jesus tatsächlich nicht mehr
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Als der Hauptmann das bestätigte, überließ er Josef aus Arimathäa den Leichnam.
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Josef kaufte ein feines Leinentuch, nahm Jesus vom Kreuz, wickelte ihn in das Tuch und legte ihn in ein Grab, das in einen Felsen gehauen war.
Dann wälzte er einen Stein vor den Eingang des Grabes.
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Maria aus Magdala und Maria, die Mutter von Joses, beobachteten, wohin er Jesus legte.