Jesu Leiden und Sterben und seine Auferstehung (Kapitel 22 bis 24)
Judas wird zum Verräter


1
Das Fest der ungesäuerten Brote, das Passafest, stand kurz bevor.
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Die führenden Priester und die Schriftgelehrten suchten nach einer Möglichkeit, Jesus zu beseitigen, ´ohne dabei Aufsehen zu erregen`;
denn sie hatten Angst vor dem Volk.
3
Da ergriff der Satan Besitz von Judas, der auch Iskariot genannt wurde und einer der zwölf Jünger war.
4
Judas ging zu den führenden Priestern und den Offizieren ´der Tempelwache` und machte ihnen einen Vorschlag, wie sie Jesus mit seiner Hilfe in ihre Gewalt bringen konnten.
5
Da waren sie erfreut und beschlossen, ihm ´zur Belohnung` Geld zu geben.
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Judas war einverstanden und suchte von da an nach einer günstigen Gelegenheit, Jesus an sie zu verraten, ohne dass das Volk etwas merkte.


Vorbereitung des Passamahls

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So kam nun der ´erste` Tag des Festes der ungesäuerten Brote, der Tag, der für das Schlachten des Passalamms bestimmt war.
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Jesus schickte Petrus und Johannes in die Stadt.
»Geht voraus und bereitet das Passamahl für uns vor!«, sagte er.
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»Wo sollen wir es vorbereiten?«, fragten sie.
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Er antwortete: »Wenn ihr in die Stadt kommt, werdet ihr einem Mann begegnen, der einen Wasserkrug trägt.
Folgt ihm in das Haus, in das er hineingeht,
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und sagt zu dem Hausherrn: ›Der Meister lässt dich fragen: Wo ist der Raum, in dem ich mit meinen Jüngern das Passamahl feiern kann?‹
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Er wird euch ein großes Zimmer im Obergeschoss zeigen, das ´mit Sitzpolstern` ausgestattet ist.
Bereitet dort das Mahl vor.«
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Die beiden Jünger machten sich auf den Weg.
Sie fanden alles so, wie Jesus es ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Passamahl vor.


Das Passamahl.
Einsetzung des Abendmahls


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Als es Zeit war, mit der Feier zu beginnen, setzte sich Jesus mit den Aposteln zu Tisch.
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Er sagte: »Wie sehr habe ich mich danach gesehnt, dieses Passamahl mit euch zu feiern, bevor ich leiden muss.
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Denn ich sage euch: Ich werde das Passamahl nicht mehr feiern, bis sich im Reich Gottes seine volle Bedeutung erfüllt
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Dann nahm er einen Becher ´mit Wein`, dankte Gott dafür und sagte: »Nehmt diesen Becher und trinkt alle daraus!
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Denn ich sage euch: Von jetzt an werde ich nicht mehr vom Saft der Reben trinken, bis das Reich Gottes gekommen ist.«
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Dann nahm er Brot, dankte Gott dafür, brach es in Stücke und gab es den Jüngern mit den Worten: »Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.
Tut das, um euch an mich zu erinnern
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Ebenso nahm er, nachdem sie gegessen hatten, einen Becher ´mit Wein` und gab ihn den Jüngern mit den Worten: »Dieser Becher ist der neue Bund, besiegelt mit meinem Blut, das für euch vergossen wird


Der Verräter

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»Doch seht, der, der mich verrät, sitzt hier mit mir am Tisch.
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Der Menschensohn geht zwar den Weg, der ihm bestimmt ist;
aber wehe dem Menschen, der ihn verraten wird
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Da fingen die Jünger an, einander zu fragen, wer von ihnen es wohl sei, der so etwas tun werde.


Herrschen oder dienen?

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Unter den Jüngern kam es auch zu einem Streit über die Frage, wer von ihnen als der Größte zu gelten habe.
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Da sagte Jesus zu ihnen: »Die Könige führen sich als Herren über ihre Völker auf, und die Mächtigen lassen sich Wohltäter nennen.
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Bei euch soll es nicht so sein.
Im Gegenteil: Der Größte unter euch soll sich auf eine Stufe stellen mit dem Geringsten, und wer in führender Stellung ist, soll sein wie der, der dient.
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Wer ist denn höhergestellt – der, der am Tisch sitzt, oder der, der ihn bedient? Der, der am Tisch sitzt, nicht wahr? Ich aber bin unter euch als der, der dient!
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Und ihr – ihr habt in allem, was ich durchgemacht habe, treu bei mir ausgehalten.
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Darum gebe ich euch Anteil an der Herrschaft, die mein Vater mir übertragen hat.
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Ihr sollt in meinem Reich an meinem Tisch essen und trinken, und ihr werdet auf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten


Jesus kündigt an, dass Petrus ihn verleugnen wird

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»Simon, Simon, der Satan hat sich erbeten, euch schütteln zu dürfen wie den Weizen im Sieb.
32
Ich aber habe für dich gebetet, dass du deinen Glauben nicht verlierst.
Wenn du dann umgekehrt ´und zurechtgekommen` bist, stärke ´den Glauben` deiner Brüder
33
Da sagte Petrus zu ihm: »Herr, ich bin bereit, mit dir sogar ins Gefängnis und in den Tod zu gehen
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Doch Jesus erwiderte: »Ich sage dir, Petrus: Noch bevor heute ´Nacht` der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen und behaupten, mich nicht zu kennen


Anweisungen für die Stunde der letzten Herausforderung

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Dann fragte Jesus die Jünger: »Als ich euch ohne Geldbeutel, ohne Vorratstasche und ohne Sandalen aussandte, hat euch da etwas gefehlt?« – »Nein, gar nichts«, antworteten sie.
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Jesus fuhr fort: »Von jetzt an gilt Folgendes: Wer einen Geldbeutel oder eine Vorratstasche besitzt, soll sie mit sich nehmen, und wer nichts als seinen Mantel besitzt, soll diesen verkaufen und sich dafür ein Schwert kaufen.
37
Denn in der Schrift heißt es: ›Er wurde zu den Gottlosen gerechnet‹, und ich sage euch: Dieses Wort muss sich an mir erfüllen.
In der Tat, mein Weg ist bald vollendet
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Die Jünger sagten: »Herr, hier sind zwei SchwerterDoch Jesus erwiderte: »Genug davon


Die letzte Nacht am Ölberg

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Dann verließ Jesus die Stadt und ging wie gewohnt zum Ölberg;
seine Jünger begleiteten ihn.
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Als er dort angekommen war, sagte er zu ihnen: »Betet darum, dass ihr nicht in Versuchung geratet
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Hierauf trennte er sich von ihnen.
Etwa einen Steinwurf weit entfernt kniete er nieder und betete:
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»Vater, wenn du willst, lass diesen bitteren Kelch an mir vorübergehen.
Aber nicht mein Wille soll geschehen, sondern deiner
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Da erschien ihm ein Engel vom Himmel und stärkte ihn.
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Der Kampf wurde so heftig, und Jesus betete mit solcher Anspannung, dass sein Schweiß wie Blut auf die Erde tropfte.
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Als er vom Gebet aufstand und zu den Jüngern zurückkam, waren sie vor Kummer eingeschlafen.
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»Wie könnt ihr nur schlafen?«, sagte er zu ihnen.
»Steht auf und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet


Die Gefangennahme Jesu

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Noch während Jesus redete, tauchte plötzlich eine Schar Männer auf, an ihrer Spitze Judas, einer der Zwölf.
Er ging auf Jesus zu, um ihn mit einem Kuss zu begrüßen.
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Jesus aber sagte zu ihm: »Judas, mit einem Kuss verrätst du den Menschensohn
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Als die, die bei Jesus waren, begriffen, in welcher Absicht die Männer gekommen waren, fragten sie: »Herr, sollen wir zum Schwert greifen
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Und einer von ihnen ging auch gleich auf den Diener des Hohenpriesters los und schlug ihm das rechte Ohr ab.
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Aber Jesus rief: »Halt! Hört auf!« Und er berührte das Ohr des Mannes und heilte ihn.
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Dann wandte er sich zu den führenden Priestern, den Offizieren der Tempelwache und den Ältesten, die gegen ihn angerückt waren, und sagte: »Mit Schwertern und Knüppeln seid ihr ausgezogen, als wäre ich ein Verbrecher.
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Dabei war ich doch Tag für Tag bei euch im Tempel, und ihr habt nichts gegen mich unternommen.
Aber jetzt ist eure Stunde gekommen, jetzt übt die Finsternis ihre Macht aus.«


Petrus verleugnet Jesus

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Die Männer packten Jesus, führten ihn ab und brachten ihn in den Palast des Hohenpriesters.
Petrus folgte ihnen in einiger Entfernung.
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In der Mitte des Innenhofes hatte man ein Feuer angezündet;
Petrus setzte sich zu den Leuten, die dort beieinander saßen.
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Eine Dienerin sah ihn im Schein des Feuers dasitzen, musterte ihn aufmerksam und meinte dann: »Der hier war auch mit ihm zusammen
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Aber Petrus stritt es ab: »Ich kenne diesen Mann nicht
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Es ging nicht lange, da wurde jemand anders auf ihn aufmerksam und sagte: »Du bist auch einer von denenPetrus widersprach: »Das stimmt nicht
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Etwa eine Stunde später erklärte wieder jemand anders mit Bestimmtheit: »Natürlich war der auch mit ihm zusammen;
er ist doch auch ein Galiläer
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Aber Petrus entgegnete: »Ich weiß nicht, wovon du sprichst
Im gleichen Augenblicknoch während er das sagtekrähte ein Hahn.
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Da wandte sich der Herr um und blickte Petrus an.
Petrus erinnerte sich daran, wie der Herr zu ihm gesagt hatte: »Bevor der Hahn heute ´Nacht` kräht, wirst du mich dreimal verleugnen
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Und er ging hinaus und weinte in bitterer Verzweiflung.


Jesus wird verspottet und geschlagen

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Die Männer, die Jesus bewachten, trieben ihren Spott mit ihm und schlugen ihn.
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Sie verhüllten sein Gesicht und sagten zu ihm: »Du bist doch ein Prophet! Sag uns: Wer hat dich geschlagen
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Und noch viele andere Schmähungen musste er über sich ergehen lassen.


Jesus vor dem Hohen Rat

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Als es Tag wurde, versammelten sich die Ältestenschaft des ´jüdischen` Volkes sowie die führenden Priester und die Schriftgelehrten zu einer Sitzung des Hohen Rates und ließen Jesus vorführen.
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»Bist du der Messias, dann sag es uns!«, forderten sie ihn auf.
Er entgegnete: »Wenn ich es euch sage, glaubt ihr es mir ja doch nicht,
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und wenn ich euch frage, antwortet ihr nicht.
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Aber von jetzt an wird der Menschensohn an der rechten Seite des allmächtigen Gottes sitzen
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Da riefen sie alle: »Dann bist du also der Sohn Gottes?« Er erwiderte: »Ihr sagt selbst, dass ich es bin.«
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Darauf erklärten sie: »Wozu brauchen wir noch Zeugenaussagen? Wir haben es ja selbst gehört, und dazu noch aus seinem eigenen Mund